Hier eine Fahrbewertung
In vielen Beiträgen wir sich über die Sitzposition beschwert, dass kann ich nur bestätigen.
Wenn ich richtig informiert bin wird die Virago in den USA geschraubt, verpackt und kommt dann in die ganze Welt außer den USA..... Wahrscheinlich fährt man dort so “kleine Maschinen nicht.
Nun gut , obwohl die Virago nicht von Japanern gebaut ist scheint sie von Ihren Abmaßen eher für solche gebaut worden zu sein. Ich habe persönlich eine ganze Weile gebraucht meine 1,86m Körperlänge auf dem Fahrersitz so unterzubringen , das es nicht immer irgendwo zwickt und zwackt. Bei Soziusbetrieb ist das ganze noch etwas problematischer, da man ein paar Zentimeter weiter vorne sitzen muss. Das “Soziusbrötchen” ist etwas zu kurz geraten.
Also sollten sich Leute jenseits der 1.80m unbedingt vorverlegte Fußrasten zulegen . Diese sind zwar nicht ganz billig ...... aber es sitz sich wesentlich entspannter.
Die Fahrleistungen der 44PS starken Version sind für den allgemeinen Stadt- und Landbetrieb völlig ausreichend, obwohl im Drehzahlkeller wenig los ist , erst im mittleren Drehzahlbereich fangt der  Motor an zu ziehen. Das widerspricht eigentlich etwas dem Shopperfeeling aber lässt sich verkraften.
Bei 160KMH ist eh Sense , aber mit einem Shopper so Schnell zu fahren macht keinen Spaß, der wind reißt einem an den Schultern , so dass man einiges an Kraft und Nerven braucht die Maschine in einer Richtung zu bewegen , die man selbst gewählt hat und nicht die Maschine. Bei Einsatz einer Scheibe, den ich empfehle singt die Maximalgeschwindigkeit auf ca. 150KMH ,aber es fährt sich auch wesentlich angenehmer.
Richtig Spaß macht es aber nur bis ca. 120KMH , alles darüber ist nicht Shopperlike....
Noch mal zum Motor, ein sehr standhaftes, wartungsfreies Produkt, dass aber leider einen nervenden pfeifenden Ton in den oberen Drehzahlbereichen von sich gibt und egal ob in kaltem oder warmen Zustand bei ruckartigem Gaswegnehmen zum ausgehen neigt. Dies ist etwas gefährlich, besonders wenn man in Notsituationen plötzlich bremsen muss um danach wieder Gas zu geben. Ich erinnere da an kritische Situationen in Kurven, in denen ein Bremsen tunlichst unterbleiben sollte, der Motor der Virago bremst hervorragend. Wenn man jetzt aber auskuppelt passiert es öfters bei meiner Maschine, dass sie einfach ausgeht. Vielleicht ist das ein Problem , dass nur bei meiner Virago auftaucht, aber es ist recht nervend. Mann kann jetzt die Kupplung loslassen und sie “anschleppen , dabei kann einem natürlich der Arsch ganz schön wegrutschen. Besser man drückt den Starter.

 
Das Fahrwerk ist ist im großen und ganzen recht gutmütig und im Gegensatz zu anderen Maschinen wirklich leicht zu beherrschen.
Durch die relativ hochgestellte Gabel ist ein recht kleiner Wendekreis und ein fast Tourenmaschinen typisches Fahrverhalten festzustellen. Wie gesagt fast. Durch die hochgestellte Gabel gehorcht sie präzise und ohne am Lenker zu zerren jeder Lenkbewegung. Die Gabel ist recht weich ausgelegt, so dass sie beim starkem Bremsen zum Durchschlagen neigt. Dies merkt man aber nur bei Extemsituationen.
Das Heck der Virago is etwas problematischer zu handhaben. Die recht kurzen Ferderelemente des Hinterrades erfordern  unbedingt eine genaue Einstellung der Federelemente .
Bei zu weicher Einstellung schlagen die Federn sehr schnell durch. Bei zu harter Einstellung hoppelt die Maschine wie ein störrischer Bock und springt gefährlich am Hinterrad. Also aufpassen !
Bei Kurzstreckenfahrten ist das Polster auf dem Sitz erträglich , bei längeren Strecken jedoch sollte man ein gutes und  trainiertes Sitzfleisch haben , oder öfters Zwangspausen einlegen. Besonders leiden die Mitfahrer an dem Pölsterchen da hinten, da hilft auch keine Sissybar, nur gutes Zureden hilft die Laune erhalten. Auch wird die Maschine recht schwerfällig in langsamen engen kurven, da der Sozius recht hoch sitzt und damit der Schwerpunkt weit nach oben verlegt ist. Alleine lässt sich die Maschine wunderbar dirigieren.
Durch die niedrige Sitzposition haben auch kleine Fahrer jederzeit die Möglichkeit Bodenkontakt mit den im Füssen zu finden und der Schwerpunkt liegt im SOLO Betrieb auch genau richtig.

Die Schaltung ist wie bai allen Moppeds gewöhnungsbedürftig in derBeziehung, daß man den richtigen Punkt bei der Drehzahl des ortos finden muss damit das <Getriebe nicht knallt und kracht, mit etwas Übung ist das aber hinzukriegen. Ich habe die Erfahrung gemacht , daß schlelles Schalten am besten geht. Die Gänge sind gut ausgelegt, obwohl der erste Gang etwas länger sein könnte. (Geschmacks -sache)
Die Reifen der Erstausstattung laufen gut und vermitteln ein sicheres Gefühl bei Kurvenfahrten.Über Verschleiss kann ich nichts sagen, da ich erst 4000 KM gefahren bin.
Alles in allem ist das Maschinchen zwar kein Boloide auf Deutschen Strassen, hat aber viele Vorzüge.
Nun ich glaube jeder Typ hat seine Vorzüge und Nachteile , man muß für sich das passende finden und  zwischen seinem Geldbeutel und den gestellten Erwartungen einen passenden Mittelweg gehen.



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